Terrarien

Terrarien sind im Prinzip das Gleiche wie Aquarien, nur ohne Wasser – die luftige Version also. Dabei müssen Terrarien, deren Nutzer man übrigens als Terrarianer bezeichnet, nicht zwangsläufig für die Haltung von Tieren dienen, sondern können auch Pflanzen als „Heim“ dienen.

Allerdings müssen Terrarien auch nicht vollständige „wasserfrei“ sein, denn auch Echsen mögen eine kleine feuchte Stelle. Zudem wird die Temperatur in Terrarien genau geregelt, was die Wohnräume für Schlangen, Echsen und Co. somit zu einem eigenen kleinen Ökosystem macht. Dass dabei Terrarien generell aus Glas bestehen müssen, ist übrigen ein Irrtum. Mache Modelle bestehen auch aus Kunststoff oder gar Holz – allerdings ist meist eine der Seiten durchsichtig.

Um dem oder den „Bewohnern“ jedoch möglichst eine gewohnte Umgebung zu bieten, werden in Terrarien neben der bereits erwähnten Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit, Wasser und gar die Lichtverhältnisse peinlich genau – oder zumindest so genau wie irgend möglich – reguliert. Was allerdings Bepflanzung und sonstige „Dekoration“, wie schutzgebende Unterschlupfe, in Terrarien angeht, gilt hier ganz klar die alte Volksweisheit „weniger ist mehr“!

Denn je mehr Deko in Terrarien eingebaut wird, desto negativer kann sich das auf die hygienischen Bedingungen in dem kleinen, künstlich erschafften Lebensraum auswirken. Bei einer Echse oder Schlange, die mitunter einige Hundert Euro kosten kann, wären Keime und mögliche Krankheiten das natürlich fatal.

Was mögliche Tiere für Terrarien angeht, ist die Auswahl dagegen recht groß: Schlangen, Echsen, Spinnen, Skorpione, Insekten, einfach alle Arten von Reptilien oder auch Amphibien können hier beheimatet werden. Allerdings gilt auch hier wieder die simple, aber logische Grundregel: Je größer das Tier, desto größer müssen auch die Terrarien sein.

Wer dagegen nur der Flora statt der kriechenden und fleuchenden Fauna ein neues Zuhause geben möchte, hat selbst hier wieder für seine Terrarien eine geradezu enorme Auswahl an Möglichkeiten: Kakteen, Orchideen, jede Arten von Wasserpflanzen oder Bromelien und noch viele weitere mehr – allerdings setzen die meisten Terrarianer doch mehr auf Vertreter aus der (bewegenden) Tierwelt.

Daher gibt es eigentlich auch keine haargenau identischen Terrarien zu sehen, denn jedes ist in seiner Bauweise, in seiner Optik, in seinen Maßen vollkommen anders, zudem schlussendlich die Bewohner selbst die genauen Inhalte bestimmen und natürlich das herrschende Mini-Ökosystem. So schaut etwa ein Tropenterrarium, welches einen kleinen Regenwald nachbildet, vollkommen anders aus als etwa Insektarium, in welchen nur Insekten zuhause sein werden.

Doch ob nun nur mit Pflanzen oder mit Echsen, Spinnen und Co.: Terrarien sind sicher eine interessante Bereicherung – kosten aber auch einen recht großen aufwand und Zeit…