Xenon- Scheinwerfer: Licht aus Gas
Mit „FF“- Reflektor, H7- Glühlampen und Kunststoff- Streuscheiben ist die Mercedes E Klasse lichttechnisch bereits sehr gut ausgestattet. Noch höhere Anforderungen erfülle nur die Xenon- Scheinwerfer der Line Avantgarde, die auf Wunsch auch für die anderen Modellvarianten lieferbar sind. In den so genannten Gasentladungslampen dienen das Leuchtgas Xenon und Spuren verschiedener Metallsalze als Lichtquelle. Ein elektronisches Schaltgerät lässt diese Mischung mit einem kurzzeitigen Spannungsimpuls von bis zu 28000 Volt aufleuchten, so dass sich zwischen den Elektroden der Lampe ein Lichtbogen bildet. Er ersetzt die Glühwendel der bisherigen Lampen.
Das „Gas- Licht“ hat unübersehbare Vorzüge. Der wichtigste: Bei nur 35 Watt Stromverbrauch ist der Xenon- Scheinwerfer doppelt so lichtstark wie eine herkömmliche Halogen- Glühlampe mit 55 Watt aus den Mercedes Oldtimer. Auch die Lebensdauer ist höher. Ein Auswechseln der Gasentladungslampen ist zwar möglich, doch meist nicht notwendig – Xenon- Lichter leuchten in aller Regel ein ganzes Autoleben lang. Als weiterer Vorteil kommt die angenehme Farbtemperatur des Xenon- Lichtes hinzu, dessen Farbe fast so natürlich ist wie das Tageslicht.
Dank dieser Vorzüge ist eine weitaus bessere und hellere Ausleuchtung der Fahrbahn und der Seitenränder gewährleistet. Das macht sich vor allem bei Kurvenfahrt oder an Einmündungen positiv bemerkbar. Die hohe Lichtleistung der Xenon- Scheinwerfer erfordert jedoch eine besonders präzise Lichteinstellung. Die Aufgabe übernimmt eine Sensorgesteuerte Leuchtweiteregulierung, die blitzschnell jeder Karosseriebewegung folgt. Spezielle Drehwinkelsensoren an Vorder- und Hinterachse registrieren nicht nur das Eintauchen der Heckpartie bei beladenem Kofferraum, sie erkennen auch dynamischen Karosseriebewegungen, beispielsweise beim Bremsen oder Beschleunigen, und verändern demzufolge die Einstellung der Scheinwerfer- Reflektoren. Gerade dieses System wurde auf den letzten Mercedes Treffen bewundert und bestaunt.
Quelle: Mercedes E Klasse
Autor des Artikels: J. Klostermann v. wupdes.de
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